Cornelsen: 11 Monate mit Renatchen.
Durch Himmel und Hölle.
Ganze elf Monate konnte Ursula Cornelsen ihr Kind genießen, das schon vor seiner Geburt im Januar 1945 liebevoll Renatchen genannt wurde. Dramatische Ereignisse überschatteten die Schwangerschaft und die kaum acht Wochen danach. In den Wirren der letzten Kriegsmonate mußte Renatchen vom ersten Moment an ums Überleben kämpfen. Die aus dem ostpreußischen Tilsit kommende Autorin befand sich auf der Flucht vor der heranrückenden Front. Von ihrer Familie fehlte jede Nachricht. Unterwegs brachte sie das Kind zur Welt, bevor sie sich in eine sächsische Kleinstadt durchkämpfte. Wie durch ein Wunder entging die entkräftete junge Mutter den Bombardements von Berlin und Dresden. Ihr geliebtes Kind aber starb im März 1945. — Ursula Cornelsen hatte Strapazen und Todesgefahr überwunden und jede Stunde mit ihrem Renatchen genossen. Über Nacht war die bislang wohlbehütete junge Frau erwachsen geworden. Ihre Aufzeichnungen berühren und bewegen und dokumentieren zudem anschaulich die explosive Atmosphäre der letzten Kriegstage. Die 1921 in Königsberg geborene Autorin wuchs im masurischen Sensburg und in Tilsit auf. Der Krieg beeinträchtigte ihre Lebenspläne nachhaltig, und ihre Ehe begann mit existentiellen Problemen. Nach der Flucht aus Ostpreußen fanden Ursula Cornelsen und ihr Mann in Coburg und Bamberg Unterkunft, bevor sie schließlich in Nürnberg ansässig wurden. Zwei Töchter, fünf Enkel und drei Urenkel lauschen hier den Erzählungen aus der unbeschwerten Kindheit. Dieses Buch aber hält die dunklen Tage eines wechselvollen Lebens fest.
kartoniert, 160 Seiten, Format 12 x 19 cm, neuwertiger Zustand
Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 30. Juni 2010 in unseren Katalog aufgenommen.
